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In letzter Zeit waren wir ja unheimlich oft wieder beim Königssee. Warum? Weils einfach schön ist dort. Ganz einfach.
Es gibt immer noch so vieles dort zu entdecken und mit jeder Tour offenbaren sich uns neue Wege und neue Ziele. So auch heute wieder.

St. Bartholomä




 

Eine Bootsfahrt die ist lustig!

Das findet auch Markus, der zwar lange in Salzburg studierte, aber irgendwie nie den Königssee zu Gesicht bekam. Das geht nicht! finden wir und beschließen das du ändern. Die Schifffahrt, die beeindruckende Kulisse der Watzmann Ostwand versetzen in Staunen und Entzücken. Nach ca. 30min im Elektroboot legen wir auch schon in St. Bartholomä an. Im Vergleich zum letzten Ausflug an den Obersee heißt es: aussteigen.
Denn wir wollen hinauf zur Schrainbachalm (verfallen) und von dort weiter zur Hirschwiese.

Der Weg zur Schrainbachalm ist steil...

... aber er führt an einem malerischen Wasserfall vorbei. In Serpentinen zieht sich der Steig hinauf. Noch immer läuft man durch Wald, bis man schlussendlich vor einer idyllischen Grünfläche steht. Da lässt es sich aushalten!
Noch schnell einen Geocache einstreifen und dann sausen wir weiter. Noch ist es heiß, die Sonne knallt herunter, doch die Wolken stapeln sich schon hinter dem Steinernen Meer. Wenn das Wetter doch nur halten würde. Das wär fein!





Schrainbachalm


Sigeretplatte bis Trischübel

Bei der Sigeretplatte gibts kurz Versicherungen, wirklich ausgesetzt finden wir sie aber nicht. Danach ist der Weg wieder einfacher und führt durch Wald, bis wir zur Trischübelalm gelangen.
Unspektakulär ist die Wegfindung und der Weg an sich, dafür ist die Kulisse umso spektakulärer. Einfach grandios, um es genau zu sagen!




 

 


Anstieg auf die Hirschwiese

Der finale Weg auf den Hirschwieskopf ist ebenso unschwierig, laut Karte auch markiert, doch wirklich neue Markierungen finden wir nicht. Das macht aber nix, denn der Weg ist breit ausgetreten und leicht zu finden.





Im oberen Teil des Anstiegs finden wir noch Schneefelder vor, das war aber dann auch schon die gesamte Crux. Der Ausblick: zum Niederknien.
Watzmann, mit Frau und Kindern aus ungewohnter Perspektive. Von Süden sieht Familie Watzmann ganz anders aus, aber nicht minder schön. Hoffentlich hat der Herr Watzmann nicht geglaubt, wir würden der Frau Watzmann auf den Hintern starren. Jedenfalls hat uns Frau Watzmann ein bisschen zugezwinkert und so haben wir beschlossen, die gute Dame mal zu besuchen. Wir haben da nämlich einen alten Steig im Auge...

Abstieg Hirschwiese



 

Von der Hirschwiese ins Wimbachgries

Ich war ja noch nie im Wimbachgries. Meine Begleitung allerdings schon. Philip und Markus haben ja zusammen die Watzmannüberschreitung gemacht, ich kenne den Watzmann ja nur von der Ostwand und der Wiederroute. Doch das Wimbachgries ist mir ein Begriff. Weil Philip immer davon spricht, wie laaaaangwierig man dieses Tal hinauslaufen muss.




 
Landschaftlich ist das Wimbachgries beeindruckend! Schroff, felsig und doch irgendwie einladend.

Wimbachhütte und Wimbachschloss

Die Wimbachhütte befindet sich im oberen Teil des Wimbachgrieses, das Schloss liegt mehr in der Mitte. 1784 wurde das Schloss als einfache Jagdhütte erbaut und diente den Wittelsbachern als Unterkunft bei ihren Jagdgesellschaften. Erst im 20 Jahrhundert wurde es in ein Gasthaus umgebaut.
Fast wäre es 1999 mit dem Schloss zu Ende gewesen, als eine mächtige Lawine so wuchtig vom Hochkalter herunter kam, dass sogar die Bäume am Gegenhang durch den Druck umgefallen sind. Doch wie durch ein Wunder ist das Schloss unversehrt geblieben, obwohl der Schnee 12-15m hoch lag. Nun gibt es Schutzwälle, die die Gaststätte schützen, denn lawinengefährlich ist das Tal immer noch.



Über Lawinen brauchen wir uns heute keine Gedanken machen, aber mit dem "Hatscher" hat der Philip recht. Es zieht sich, bis man aus dem Tal endlich draußen ist.
Kurz vor dem Talausgang wartet noch ein weiteres Schmankerl: die Wimbachklamm. Die ist zwar kurz, aber sehr empfehlenswert. Für 1,5 Euro darf man durch den Schranken gehen und sich die beeindruckende Kulisse ansehen, durch die sich der Wimbach seine Wege bahnt.


In Schönau auf a Eis!

Wir bahnen uns unseren Weg nach Schönau, denn wir waren ja faul und haben ein Auto bei der Wimbachbrücke geparkt. Markus muss ja heute wieder nach Hause fahren, da wollen wir nicht den Zug verpassen. Doch für eines muss man sich am Königssee schon noch Zeit nehmen: für ein Eis der Schokoladenmanufaktur. Der Eisstand ist fast direkt gegenüber dem Bootsverleih und lockt mit spannenden und schokoladigen Sorten. Ein Gedicht!

FACTS zur Tour:

Ziel: Hirschwieskopf: 2114m
Distanz: ca. 21km
Höhendifferenz: 1500hm
Wir hatten eine Nettogezeit von 6:20h, bitte rechnet noch ein paar Pausen ein und die Tatsache, dass wir eher flott unterwegs waren. Ich denke mit 8h +/- 1h kann man die Tour sehr gut beschreiben.

Unser Tipp: Wir würden die Runde genau in dieser Richtung empfehlen, da man dann den steilen Part im Aufstieg bewältigt. Zudem ist man vom Bootsfahrplan am Rückweg unabhängig und hat die Touristenmassen hinter sich gelassen. Auch ist das Wimbachgries sicher im Abstieg angenehmer als im Aufstieg (vor allem leichtes Gelände, da kann kein "fatales Ausrutschen" mehr passieren).


Weitere Touren um den Königssee:

- Watzmann Ostwand über Berchtesgadener Weg 

- Watzmann über Wiederroute

- St. Bartholomä über Rinnkendlsteig

- Kahlersberg über Seeleinsee und retour über die Gotzenalm

- Der Grünstein Klettersteig

- Schützensteig am Jenner (Familienklettersteig)

- Hohes Brett über Brettgabel

- Sommer Sonne Sonnenschein (IV, Klettertour)

- Jägerlatein (V, Klettertour)