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FACTS:
Distanz: ca 30km
Höhenunterschied: 1300hm
GPS Track: HIER

Wer sich derzeit nach Wagrain in den Skiurlaub begibt, der wird enttäuscht sein. Ein weißer Streifen Kunstschnee zieht sich auf dem nordseitigen Hang ins Tal. Ringsum dieses Schneeband leuchtet die Botanik grasgrün und Frühling liegt in der Luft.
Ebenso surreal muten die Skifahrer an, die ob der sommerlichen Temperaturen ohne jedigliche Winterbekleidung auf den Skibus warten. Doch was tun, wenn der Winter nicht so ganz mitspielt?
Verzweifeln sollte man nicht, selbst wenn man einen Skiurlaub geplant hat, kann man auch vor Ort ein Alternativprogramm aus dem Hut zaubern.

Wir falten also unsere Radl aus dem Auto und starten in Moos, gegenüber vom Skigebiet. Hier wartet das Hochgründeck mit einem sonnigen Südhang.
Über den Öbristweg gelangen wir zuerst auf einer Asphaltstraße bergauf, bis wir zur Abzweigung gelangen, wo der Wanderweg zum Öbristkopf (1411m) führt. Dort lassen wir die Radl kurz liegen und laufen zu Fuß auf den Öbristkopf.

Unspektakulärer Öbristkopf

Zurück zu den Radln gehts geschwind wieder hinunter, wir bemerken am Weg, dass es da ja noch kurz unter dem Öbristkopf eine Forststraße gegeben hätte, die eventuell sogar mit den Radeln zum Ziel geführt hätte, aber man weiß ja nie.
Zurück beim Bauernhaus steigen wir auf, sausen ein paar Meter hinunter und radeln dann weiter die Forststraße entlang.
Ab dann wird's kurz mal schattig und fahrtechnisch etwas monoton, die Aussicht nach Süden und Westen ist aber gleich wieder ziemlich grandios.


Und irgendwann ist da der Schnee. Irgendwann geben wir auf. So winterfest sind unsere Reifen leider nicht und mein Fahrstil schon gar nicht. Das mit den Eisplatten muss ich wohl noch besser üben. *hüstel*

Daher: Raddepot vor der Abzweigung des Wanderwegs und weiter gehts zu Fuß.


Die letzten 400hm absolvieren wir also auf einem ganz feinen Wanderweg, der durchaus auch zum abfahren mit dem Bike geeignet ist. Allerdings liegt hier dann auf den letzten Metern ebenfalls Schnee und für eine Auffahrt ist es wohl zu steil und wurzeldurchsetzt.
Kurz vor dem Gipfel zweigt die Forststraße zur Hütte nach links ab, wir folgen aber einem Steiglein gerade hinauf, denn hier geht es direkt zum Hhochgründeck.
Auch die letzte Querung hinüber zum Hochgründeck (1827m) ist nun schneebedeckt, aber mit den Laufschuhen immer noch passabel zu gehen.
Am Gipfel treffen wir dann 3 andere Biker, die sich sogar vorbildlich zum Hochgründeckhaus hochgestrampelt haben.



Super Ausblick

Mittagspause

Hochkönigblick
Den Rückweg legen wir über die Hochgründeckhütte zurück, wo in unmittelbarer Nähe auch die Kapelle wartet.
Die Hütte, das Heinrich Kiener - Haus ist auch im Winter meist bewirtschaftet, sie zählt zu den ökologischsten Häusern in den Alpen. Hüttenwirt Hermann Hinterhölzl hat eine eigene Kompost-Toilette erfunden (die sogar Küchenabfälle mitkompostieren kann), die Hütte verfügt zudem über Solarluftkollektoren und einen Hygienepuffer. Mit Solaranlagen, Fotovoltaik und einem Windkraftwerkt erzeugt das Heinrich Kiener Haus Strom, der in Batterien gespeichert wird. Auch in Schlechtwetterphasen ist die Hütte also versorgt.
Die Hochgründeck-Kapelle ist ebenfalls ein Projekt des Hüttenwirts und von ihm selbst erbaut. Die St. Vinzenzkirche soll die Vision des Friedens zwischen Menschen aller Völker und Religionen in Harmonie mit der Schöpfung sichtbar machen.
Ein schöner Gedanke, der nicht nur zu Weihnachten in unseren Köpfen sein sollte....