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Jeder kennt sie: die Weißwurst. Ein bayrischer Klassiker!
Doch anstatt immer nur öde die Weißwurst aus dem Darm zu zuzeln und eine Breze als Beilage zu kauen, kann man das traditionelle Essen doch auch mal anders servieren?
Wie das geht, das könnt ihr untenstehend nachlesen.

Woraus besteht sie?
Vegetarier und Veganer hören hier besser auf zu lesen, wir haben natürlich für euch auch Frühstücksoptionen, da wir selbst meistens eher fleischlos essen. Aber manchmal, da machen wir vor klassischer Hausmannskost nicht halt. Wurst ist ja normal so gar nicht unseres.
Wenn man schon "gekuttertes Kalbfleisch" (wobei in den meisten Weißwürsten heutzutage eher Schweinefleisch zu finden ist) liest, klingt das irgendwie nicht so ansprechend. Aber gekuttert bedeutet halt einfach nur kleingehakt. Auch der Rest der Ingredienzien liest sich oft weniger ansprechend.
Meist findet sich in der "Weißn"  Kalbfleisch, Schweinrückenspeck, Eischnee und Kochsalz, dazu Petersilie, Pfeffer, Zwiebeln, oft auch Ingwer und Kardamom. Dazu gibt es noch das Häutelwerk, aus Bindegewebsteilen von Kälbern und Schwarteln vom Schwein. Klingt nicht so appetitlich, zeigt aber, dass traditionelle Produkte einfach ALLES vom Tier verwerteten und das ist ja per se sehr zu begrüßen.
Diese Masse kommt dann in den Schweinedarm und wird für die Zubereitung dann 10-15min in 70°C heißem Wasser erwärmt. Doch dazu später.

Warum zum Frühstück, ist das nicht ekelhaft?
Die Weißwurst darf das Zwölfeläuten, also die Glocke um 12.00 Mittag nicht hören. Diese Tradition ist nicht aus persönlichen Vorlieben nach deftigem Frühstück entstanden, sondern rein aus dem Grund, dass die Würste vor Erfindung der Kühltechnik einfach leicht verderblich waren.
Das ist jedenfalls eine von mehreren möglichen Erklärungen, warum die Weißwurst das Zwölfeläuten nicht hören soll.
Mittlerweile bekommt man die Weißwurst aber ohnehin den ganzen Tag über zu kaufen.

Da uns 0815-Weißwurst aber langweilig erschien und etwas mehr Salat doch gesund sein soll (Achtung Ironie!) machen wir auch vor einem bayrischen Klassiker nicht halt:

- 6 kleine Weißwürste
- 2 Brezen
- 2 EL süsser Senf (Händelmayer)
- 3 EL weißer Balsamicoessig
- 2 EL Rapsöl und 3 EL Olivenöl
- 1/2 Bund Petersilie
- Salz und Peffer
- Butter bei Bedarf

Wir schneiden die Brezen in kleine Stücke und braten sie in der Pfanne goldbraun an. In der beschichteten Pfanne spart man sich die Butter, wer für den Geschmack gerne etwas Butter dabei hat, kann dies gerne hinzufügen. Die Weißwurst wird für 10-15min in heißes Wasser gelegt.
ACHTUNG: Die Weißwurst nicht kochen! Dabei platzt sie und verliert an Geschmack! Zudem lässt sich dann der Darm nicht mehr ordentlich abziehen und der nächste Schritt wird euch viel schwerer fallen.
Die Weißwurst schälen: Ich persönlich steche die Wurst an, schneide sie in der Mitte auseinander, durchtrenne aber die untenliegende Darmhaut nicht. Dann schneide ich die Wurst quer ein und schiebe die so entstandenen Stücke mit dem Messer vom Darm weg. Ich hoffe das war verständlich.
Nun werden die Weißwurststücke mit den gerösteten Brezen in eine Salatschüssel gegeben und das die flüssigen Zutaten zum Dressing vermengt. Die Petersilie wird zum Schluss gehakt und gemeinsam mit dem Dressing unter die Wurst-Brezenmischung unter gehoben.

Dazu schmeckt natürlich ganz vorzüglich ein kaltes Weihenstephan.
Mahlzeit!