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Für den gepanten Ersttest unserer neuen "Burg" von Nordisk, dem Nordisk Oppland 3 LW (Oh Gott es ist ja so unendlich leicht! Testbericht folgt!) haben wir den Hausberg auserkoren. Da sich die Sache auch ganz gut mit einer Überschreitung und dem damit verbundenen Gewichtstraining kombinieren lassen könnte, wurden Christoph und Astrid über den Plan informiert und beschlossen ihrerseits im Stöhrhaus zu nächtigen.
Aufgrund von akutem Arbeitsstress kamen wir dann doch recht spät los und landeten kurz unterhalb des Hirschangerkopf für unsere Nacht.
Der Weg über die verlassene Vierkaseralm ist leicht zu gehen, aber ungezieferverseucht. Gelsen und Zecken tummeln sich hier, auch oben am Plateau machen die Gelsen keine Pause. Also gleich mal rein ins Zelt. Der Sonnenuntergang ist sowieso von Wolken verdeckt.

Wiese beim Hirschangerkopf

Sonnenuntergang



Grundsätzlich ist die Wiese beim Hirschangerkopf aber ein feines Platzerl, gleich unterhalb findet man auch eine Quelle und eine Feuerstelle zeigt, dass wir hier nicht die  Ersten sind...
Kurz vor 23:00 kommen dann auch noch 2 Stirnlampen aus der Richtung des Plateaus in unsere Richtung und steigen an uns vorbei ins Tal ab. Ein reger Verkehr hier am Untersberg!

Am nächsten Morgen genießen wir noch den Sonnenaufgang am Hirschangerkopf (1768m) und machen uns dann auf den Weg. Der Weg auf den Hirschangerkopf dauert von der Wiese aus 5min und bietet eine ganz einfache Kletterstelle. Die Aussicht ist überraschend gut, die Bergprominenz der Berchtesgadner Alpen präsentiert sich hier vor unserer Nase.


Gipfel Hirschangerkopf

Sonnenaufgang am Hirschangerkopf






Der Weiterweg über den Ochsenkopf (1780m) und den Mitterberg (1840m) ist landschaftlich schön, die zwei Gipfel lassen sich auch leicht mitnehmen. Der Weg zum Mitterberg ist mit roten Punkten markiert, der Weg zum Ochsenkopf muss selbst gefunden werden.

Weiterweg über das Plateau


Mitterberg

Ein weiter Weg über das Plateau zum Stöhrhaus

Nach ca. 2h gelangen wir dann zum Wegweiser kurz vor dem Gamsalpkopf, wo wir auf Christoph und Astrid warten und unser Frühstück essen.
Der gemeinsame Weiterweg ist unterhaltsam und geht zügig voran. Nach nicht einmal 2h stehen wir am Salzburger Hochthron und (1853m) und um ca. 11.00 Uhr gibt es schon den Radler beim Zeppezauerhaus. So überpünktlich waren wir wohl noch nie bei einer Bergtour auf dem Rückweg. Der Abstieg wird über den Reitsteig absolviert und kaum sind wir beim Auto angekommen, tröpfelt auch schon der Regen auf die Windschutzscheibe.

Abstieg zur Mittagsscharte

Da wir ja noch so viel von unserer Zeit übrig haben und der Regen nach einem ordentlichen Guss wieder nachlässt, beschließen wir der Ruine Plainburg noch einen Besuch abzustatten.
Die auch "Salzbüchsel" genannte Burg findet man in Großgmain und ihre Tore sind von 9-19:00 gratis geöffnet.
Von der ursprünglichen Burg sind nur noch 5m hohe und 1,5m dicke Außenmauern, sowie das Torhaus erhalten.
Errichtet wurde die Plainburg von Werigang von Plain um 1100, doch schon vor dieser Zeit wurde der Ort als Begräbnisstätte der Kelten genutzt.
Um 1140 wird die Burg erstmals urkundlich erwähnt, die Plainer Grafen erlangen Berühmtheit, als sie im Auftrag Friedrich Barbarossas die Stadt Salzburg niederbrennen (1167). 1292 geht die Burg in den Besitz des Erzbistums Salzburg über und dient als Landfeste für den Salzhandel. 1470 bis 1800 wird laufend umgebaut, vor allem militärische Veränderungen werden implementiert. Das Tor erhält sein gotisches Aussehen 1674. Doch schon 1796 verlässt der letzte Soldat die Burg und der Zerfall der Burg beginnt. In den 70ern wird die Burg saniert, wobei man das eingemauerte Skelett eines Kindes entdeckt.
Eine Sage zu diesem Fund erklärt, dass dem frühen Plain-Grafen ein Kind geraubt wurde. Bei der Einladung von Wetzel von Glanegg wird ihm ein totes Kind zum Schmaus vorgesetzt und er erkennt sein eigenes. Er lässt das Kind in der Plainburg einmauern.
Die Sage muss nicht zwingend der Wahrheit entsprechen, denn Bauopfer waren im Mittelalter nicht unüblich.

Torhaus Plainburg






Facts zur Tour:
Start am Parkplatz Bruchhäusl, Stop beim Parkplatz in Glanegg. Man kann sich vorher wirklich praktisch ein Radl parken und auf einem Teil der "Untersbergumrundung" wieder retour fahren.
Zirka 1700hm und 15km legt man in unserer Variante zurück, die Tour ist also natürlich locker in einem Tag zu schaffen. Eine schöne Alternative bietet auch der Aufstieg über die Rauhen Köpfe auf das Stöhrhaus und von dort anschließend die Überschreitung.
Gebraucht haben wir für die Runde laut dem GPS Track ca 7h reine Gehzeit.
Den GPS Track zur Tour findet ihr HIER