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Nach dem Termin in Wien, der sich wieder erwarten dann doch bis 17:30 ausdehnte, musste der einzig schöne Tag in 2 Wochen doch noch ausgenutzt werden. Mit Vollgas ging es ab ins Pittental. Da mir hier schon vor längerem ein markanter Felsen mit Ruine aufgefallen war, beschloss ich einen Zwischenstopp einzulegen. Recherchen ergaben zu meiner Freude: hier gibt es einen Klettersteig, der in nur 30min auf die Ruine führen sollte. Da ich zuerst die Burg Seebenstein besuchte verschob sich der geplante Tourenstart für den Klettersteig auf ca 19:45. Was ich in meiner Planung überlesen habe: der Zustieg zum Klettersteig dauert ebenfalls 30min und ein Start um 20:15 kam mir dann für einen Klettersteig doch etwas spät vor, im Finsteren in einer D-Stelle hängen behagt mir bei aller Kletterliebe nicht. Also musste eine leichter erreichbare Ruine (brauchbarerweise mit Geocache) herhalten: die Ruine Glitzenstein.
Auf dem Weg nach Graz reise ich noch weiter in die Vergangenheit, direkt am Parkplatz 113 in Fahrtrichtung Graz kann man ein altes Römisches Hügelgrab besichtigen.
Fazit: Geschichte will erlebt werden!

Burg Seebenstein

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die markante Burg im Jahre 1170. Der Herzog von Österreich überließ die Herrschaft im 14.Jhdt den steirischen Liechtensteinern, dann ging die Burg im 15. Jhdt an die Seebecker über, wo sie auch erweitert wurde. In dieser Zeit wurde die Burg auch von Matthias Corvinius belagert, aber nicht eingenommen. Im 17. Jhdt übernahmen die Königsberger aus Kärnten den Besitz und den heute sichtbaren Bau vollendeten erst die späteren Freiherren. Zweimal wurde die Burg auch noch von den Türken belagert (16./17. Jhdt) aber nie zerstört. Der Verfall der Burg begann mit dem Bezug des neu erbauten Schlosses und dem damit verbundenen Umzug der Familie Pergen um 1733.
Später kaufte Johannes Karl von Liechtenstein die Burg und ließ das Wohnschloss für sich ausstatten, jedoch  Teile der intakten Burg in eine künstliche Ruine umwandeln. Seit 1942 wurde ein Schlossmuseum eingerichtet und kann seitdem besichtigt werden.

Gemütlich gehts im Laufschritt nach oben.

In dieser Höhle soll sich eine Schar Tempelritter versteckt gehalten haben, nachdem der Orden aufgelöst worden war.

Ein Tor in die Vergangenheit..





Ein Blick zurück..

...  bevor das Tor mich wieder in die Gegenwart befördert..
Der Klettersteig.. doch ich befinde die Uhrzeit für zu fortgeschritten und  fahre weiter.. Türkenschanze, wir sehen uns wieder!


Ruine Glitzenfeldt

Südlich von Seebenstein findet sich der Ort Gleißenfeld. Hier wurde um 1130 Wernhard von Glizanveld zum ersten Mal erwähnt. Im 14. Jahrhundert ging die Festung in das Landesfürstentum über und seit 1324 gibt es keine Aufzeichnungen mehr über die alte Burg, auch flohen die Bewohner zur Zeit der Türkeneinfälle schon nach Seebenstein, ein Hinweis darauf, dass zu dieser Zeit die Veste Glitzenfeld schon nicht mehr existent war. Das einzige Überbleibsel der Vergangenheit ist eine einzelne Mauer.


Die Natur erobert sich alles zurück.




Hügelgrab

Die Grabanlage aus dem 2Jhdt nach Christus 


Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit, und neues Leben blüht aus den Ruinen.

Friedrich Schiller